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Psychotherapeutische Beratungsstelle
für Kinder und Jugendliche

Manchmal kommt es vor, dass einzelne psychologische Gespräche nicht ausreichen und eine Psychotherapie für Ihr Kind hilfreich sein kann. Da ich die Approbation für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie (tiefenpsychologisch fundiert) habe, ist es möglich, solch eine Therapie im Rahmen unserer Ganztagsbetreuung durchzuführen. Durch meine Anstellung in der Schule muss die Krankenkasse nicht einbezogen werden, da diese nicht für die Kosten aufkommt, sondern der Schulträger.

Um eine Therapie zu beginnen, muss eine Diagnose gestellt werden. Diese ist besonders bei unserer Schülerschaft nicht immer klar und schnell zu definieren. Denn das Behinderungsbild macht es oftmals schwierig, emotionale oder Verhaltensauffälligkeiten davon losgelöst zu erkennen. Dennoch gibt es Möglichkeiten, Auffälligkeiten wahrzunehmen und konkret zu fassen. Dies wird in der Probatorik – den 6 Kennenlern- und Diagnostikstunden – mit dem Kind/Jugendlichen und mit Ihnen als Bezugspersonen angegangen.

 

Mögliche Gründe für eine Therapieaufnahme können dann sein:

(wichtig:  die Auffälligkeiten scheinen dabei nicht allein durch das Behinderungsbild begründbar):

  • auffälliges Verhalten wie Hyperaktivität, Unruhe, Aufmerksamkeitsprobleme;
  • auffälliges Sozialverhalten wie erhöhte Aggressivität, Destruktivität oder starker Rückzug, übermäßige Anpassung oder Enthemmung
  • emotionale Auffälligkeiten wie viel Traurigkeit/Depressivität, Manie, starke Ängstlichkeit, Phobien
  • Einkoten oder Einnässen, obwohl die Fähigkeit zur Sauberkeit vorhanden wäre/war
  • Mutismus (obwohl die Fähigkeit zu sprechen da ist, wird – in bestimmten sozialen Kontexten – nicht gesprochen)
  • auffälliges Essverhalten; Schlafprobleme
  • Tics
  • dissoziative Zustände (Aussetzen der Ansprechbarkeit/der Erinnerung/der körperlichen Bewegungsfähigkeit/Sinnesempfindung)
  • und andere Auffälligkeiten, die Anlass zur Sorge geben und bei Kind oder Bezugsperson Leidensdruck auslösen; traumatisierende Erfahrungen, die vermutlich noch nicht ausreichend bearbeitet werden konnten

 

Ziele tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie:

Ziel von Psychotherapie ist es in erster Linie, das Kind wahrzunehmen, so wie es ist, sein kann und möchte. Dann heraus zu finden, was ihm fehlt, was es braucht, was es sich wünscht. Durch den Aufbau einer sicheren Beziehung zwischen Therapeutin und Kind, durch verschiedene therapeutische Spiel- und Gestaltungsmöglichkeiten, durch viel Freiraum und So-Sein-Dürfen in klarer, Halt gebender Struktur, ist es schließlich möglich, Veränderungen im Kind auszulösen, die aus eigenem Antrieb, durch das Erfahren von Bindungssicherheit und schließlich auch mehr Selbstsicherheit entstehen. So können schließlich belastende Symptome (die immer als Versuch einer Lösung für innere Probleme gesehen werden können) vom Kind losgelassen werden. Neue, günstigere Verhaltensmuster entstehen und mehr emotionale Stabilität wird erreicht.

Des Weiteren spielt die regelmäßige Arbeit mit Ihnen als Bezugsperson eine wichtige Rolle, weil Sie Ihr Kind am besten kennen und Veränderungen wahrnehmen können. Dies ist für mich als Rücksprache und für den Therapieprozess sehr wichtig ist. Wir werden regelmäßig in Austausch sein, um für Ihr Kind optimale positive Veränderungsbedingungen schaffen zu können.

 

Ablauf einer Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie in unserer Schule:

  1. 4 – 6 Termine Probatorik mit Kind und/oder Eltern für Anamnese, Klärung des Behandlungsbedarfs und Zielformulierung
  2. wöchentliche Therapietermine mit dem Kind UND alle 4-6 Wochen begleitende Gespräche mit den Bezugspersonen
  3. bestenfalls Ende der Behandlung bei Zielerreichung (der Umfang der Stunden ist abhängig von Diagnose, Mitarbeit, Passung und vielem Anderen und schwankt zwischen 12 – 160 Stunden)

 

Rahmenbedingungen

Wenn eine Therapie von den Sorgeberechtigten und dem Kind gewünscht und von mir als indiziert bestätigt wird, wird ein Behandlungsvertrag aufgesetzt. Dieser verpflichtet die Beteiligten zum verlässlichen Erscheinen zu den Terminen und zur Mitarbeit. Auch die Therapieziele werden festgehalten.

Das Kind/der Jugendliche erhält einen festen Therapietermin in der Woche, der im Nachmittagsbereich liegt – zum einen um die pädagogische Arbeit nicht zu unterbrechen und zum anderen auf Anforderungen durch Unterricht nach einer Therapiesitzung verzichten zu können.

Die Bezugspersonen erhalten Termine alle 4-6 Wochen, zu denen sie in den Therapieraum kommen.

Therapie- und Gesprächstermine dauern in der Regel 50 Minuten. Je nach Belastbarkeit kann ein Termin für das Kind/den Jugendlichen auch kürzer sein.

Der Therapieraum befindet sich im Schlossgebäude 1.OG gegenüber der Physiotherapie.

Ich unterliege der Schweigepflicht – selbstverständlich auch gegenüber Mitarbeitenden der Schule. Sie als Bezugsperson oder Ihr Kind können mich jedoch, wenn Sie möchten, für bestimmte Themen von der Schweigepflicht entbinden, sodass ich ggf. in Austausch gehen kann.

Kontakt

Frau Brückl
LP.Brueckl@schloss-schoenefeld.de

Frau Brückl befindet sich derzeit noch in Elternzeit