Grundsteinlegung für die neue „Förderschule Schloss Schönefeld an der Alten Mühle“
Am 26. März 2026 wurde um 10:30 Uhr in Leipzig-Schönefeld ein wichtiger Meilenstein für den Schulneubau an der Alten Mühle gefeiert. Auch wenn der Bau bereits weit fortgeschritten ist und schon zwei Etagen stehen, wurde die Veranstaltung bewusst als symbolische Grundsteinlegung begangen.
Der Einladung von Mathias Blank, Vorstandssprecher des Vereins Schloss Schönefeld e.V. und Jens Eberl, Geschäftsführer der Lernen plus gGmbH Schloss Schönefeld folgten zahlreiche Gäste. Diesen besonderen Moment begleiteten Schülerinnen und Schüler der Werkstufe der Förderschule Schloss Schönefeld mit ihren Lehrkräften, die Schulleitung sowie Vertreter aus Politik, Bau und Kirche. Unter ihnen waren, Torsten Bonew, Bürgermeister und Beigeordneter für Finanzen der Stadt Leipzig, Thomas Dohrmann von der Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft mbH, der Architekt Lars Pabst, der Bauüberwacher Jens Brüx-Isensee, Vertreter der Rohbaufirma Waresa Bau GmbH sowie Pfarrer Konrad Taut von der Matthäusgemeinde.
Eröffnet wurde die Feier durch Mathias Blank. Im Anschluss zeichnete Jens Eberl den Weg des Projekts nach, von der ersten Idee im Jahr 2019 über die Konzeptstudie 2021, die Planungs- und Entwicklungsphase bis 2023, den Fördermittelantrag 2024 und die Baugenehmigung im Februar 2025. Noch im selben Monat begannen Abrissarbeiten und Baumfällungen, bevor im Mai 2025 der Rohbau startete. Die Fertigstellung ist für Juli 2027 vorgesehen. Auch Torsten Bonew und Thomas Dohrmann richteten persönliche Worte an die Anwesenden. In ihren Reden würdigten sie die langjährige und engagierte Arbeit des Vereins Schloss Schönefeld und betonten die Bedeutung des Projekts für die Stadt und den Stadtteil. Beide zeigten sich dem Vorhaben persönlich verbunden und wünschten dem Bau sowie der zukünftigen Nutzung alles Gute.
Ein besonderer Moment der Veranstaltung war das Einmauern der Zeitkapsel. Diese wurde gemeinsam von Torsten Bonew, Thomas Dohrmann, Lars Pabst, Jens Eberl und Martin Stanisch, dem zukünftigen Schulleiter, in einen Betonblock eingesetzt, der später Teil des Gebäudes sein wird. In der Kapsel befinden sich eine Urkunde, eine aktuelle Tageszeitung, Münzen von einem Cent bis zwei Euro sowie persönliche Wünsche der Schüler*innen. Die Urkunde hält den Anlass und die Bedeutung des Neubaus fest. Sie erinnert daran, dass mit dem Schulgebäude ein Lernort entsteht, der insbesondere Jugendliche mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung auf das Erwachsensein vorbereiten soll. Zugleich verweist sie darauf, dass gesellschaftliche Teilhabe für Menschen mit Behinderung noch immer keine Selbstverständlichkeit ist und dass dieser Ort dazu beitragen soll, ein aktives, selbstbestimmtes und inklusives Leben zu ermöglichen.
Geplant sind großzügige Klassenzimmer, ein Bewegungsraum, Therapieräume, Pflegebäder, eine Ausgabeküche sowie Räume für Beratung, Schulsozialarbeit und medizinische Betreuung. Ein Foyer wird künftig Raum für Veranstaltungen und Tagungen bieten. Im Obergeschoss entstehen zudem zwei besondere Lernbereiche „Wohnen“ für Schülerinnen und Schüler, in denen das Leben in einer Wohngemeinschaft erprobt werden kann. Ergänzt wird das Konzept durch ein attraktives Außengelände mit einem „Klassenzimmer im Grünen“.
Das neue Schulgebäude an der alten Mühle, der Förderschule Schloss Schönefeld, wird ein besonderes Angebot für Werkstufen mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung in ganz Leipzig schaffen. Ziel ist es, junge Menschen auf ein möglichst selbstständiges Leben vorzubereiten, sei es beim Wohnen oder beim Einstieg in das Arbeitsleben. Gleichzeitig soll die Schule Begegnungen ermöglichen und dabei helfen, soziale Netzwerke für die Zukunft zu knüpfen.
Unterstützt wird das Projekt durch die Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft mbH, die das erforderliche Grundstück im Rahmen eines Erbbaupachtvertrages zur Verfügung stellt.
Diese Baumaßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes und des vom Leipziger Stadtrates beschlossenen Haushaltes.
Mit dem Neubau entsteht in Schönefeld nicht nur ein modernes Schulgebäude, sondern ein Ort mit besonderer gesellschaftlicher Bedeutung für Bildung, Teilhabe und ein selbstbestimmtes Leben.





